2. Teil: Astronomie der Ägypter

Abb. 1: Ägyptische Priester beobachten den heliaktischen Aufgang des Sirius, des Verkünders der Nilschwemme

"Schön erstrahlst Du im Horizonte des Himmels, Du lebendiger Aton, Du Anfang des Lebens. Wenn Du am Osthorizont aufgegangen bist, Dann erfüllst Du jedes Land mit deiner Vollkommenheit. Du bist schön und groß, licht und hoch über jedem Lande. Deine Strahlen umarmen die Länder bis ans Ende Deiner ganzen Schöpfung... Bist Du selbst auch fern, so sind Deine Strahlen doch auf Erden. Obwohl Du auf der Menschen Antlitz scheinst, ist Dein Lauf unerforschlich. Gehst du unter am westlichen Horizont, So liegt die Erde in Finsternis, In der Haltung des Todes. Die Schläfer sind in der Kammer, verhüllten Hauptes, Kein Auge sieht mehr das andere. Raubt man ihre Habe unterm Kopfe weg, Sie merken es nicht. ..."

Dies war ein Ausschnitt aus "Echnatons Großer Sonnengesang"(ca. 1379 - 1362 v. Chr.)

Ägypten, sagenumwobenes Reich am Nil

Ägypten, das Land der Pharaonen, soll also diesmal unser Thema sein. Ägypten, ein Land im Nordosten Afrikas, war in der Vorgeschichte und im Altertum begrenzt durch das Mittelmeer im Norden, die Landenge und den Golf von Suez sowie das Rote Meer im Osten und den 1. Nilkaterakt im Süden. Im Westen war eine genaue Grenzziehung in der Sahara weder möglich noch nötig. Der Name leitet sich vermutlich ab vom ägypt. Chikuptach, dem Namen des Haupttempels von Memphis.

Ägypten gehört zu dem am frühesten von Menschen bewohnten Gebieten der Erde. Aus Abbasijja bei Kairo wurden Funde bekannt, die wahrscheinlich zeitlich vor den ältesten Faustkeilen anzusetzen sind. Zwischen dem 13. und 10 Jt. v. Chr. gab es im südl. Oberägypten Gruppen von Jägern, Fischern und Sammlern, deren Spezialisierung (Erntemesser, Reibsteine u.a.) neolithische Erscheinungen z.T. vorwegnahm. Mit der Erfindung der ägypt. Schrift, um 3000 v. Chr. beginnt die Geschichte, nicht nur für den Historiker, weil von da an zeitgenössische Quellen über die Vorgänge Auskunft geben, sondern auch für die Ägypter selbst, da die Schrifterfindung Folge eines veränderten Bewußtseins der Zeit ist. Die Periode von der Reichsgründung bis zu Alexander d. Gr. teilt man in 31 Dynastien ein.

Der Staat und die Hochkultur Ägyptens wurden stark durch die natürliche Beschaffenheit des Landes geprägt: Die jährlich regelmäßig wiederkehrende Nilüberschwemmung förderte früh die Herausbildung eines Kalenders und - weil sie die Feldgrenzen zerstörte - von Landvermessungsmethoden. Während der Zeiten der Trockenheit und der Überschwemmung waren die Landarbeiter ohne Arbeit, was die Staatsführung nutzte, um sie besonders zu großen Bauvorhaben (Pyramiden, Tempel, Bewässerungsanlagen) einzuziehen. Die Nilüberschwemmungen lagerten Ton ab, so daß dieses Material jedem Ägypter, ob reich oder arm, zur Verfügung stand; daraus konnten nicht nur Gefäße, Schmuck o.ä. hergestellt werden, sondern auch Ziegel zum Hausbau.

Unter den Herrschern, die das Land über mehrere Jahrtausende regierten, sollen die Bedeutendsten erwähnt werden.

  • König Djoser um 2620 - 2600 v. Chr. (erste Stufenpyramide von Sakkara (der erste steinerne Monumentalbau der Welt));
  • König Cheops um 2545 - 2520 v. Chr. (gleichnamige, berühmte Pyramide von Gise);
  • König Amenophis IV. später Echnaton um 1379 - 1362 v. Chr (verheiratet mit Nofretete);
  • König Tutanchaton später Tutanchamun um 1346 - 1336 v. Chr. (regiert schon im Alter von 10 Jahren);
  • König Ramses II. um 1290 - 1224 v. Chr. (viele berühmte Bauwerke in Karnak, Luxor usw.);
  • Alexander der Große 332 - 323 v. Chr. (gründete Alexandreia, Mittelpunkt des Welthandels und der Weltbildung);
  • Kleopatra VII. 51 - 30 v. Chr. (geprägt durch polit. Wirren, Cäsar kommt nach Ägypten, wohl bedeutendste Bibliothek wird zerstört).

Die Erfassung der Zeit im alten Ägypten

Die im alten Ägypten betriebene Wissenschaft ist zunächst bestrebt, Tatsachen zu sammeln, und systematisch zu ordnen, doch gelangt sie schon auf manchen Gebieten, z.B. Mathematik und Medizin, zu Regeln und Gesetzmäßigkeiten. In der ägypt. Astronomie stand die Zeitrechnung, der Kalender, im Vordergrund.

Das Naturjahr ergab sich in Ägypten nicht so sehr durch die (wenig hervortretende) Verschiebung der Sonnenbahn als vielmehr durch die jährliche eintretende Nilschwemme. Für das Kalenderjahr (ägyptisches Jahr) ergaben Beobachtungen eine Länge von 365 Tagen: es wurde in drei Jahreszeiten aufgeteilt (Überschwemmung, Herauskommen (der Saat) und Hitze) mit je vier Monaten zu je 30 Tagen, dazu fünf Zusatztage (Epagomenen), die sich im Alten Reich (um 2600 v. Chr.) am Anfang, seit dem Neuen Reich (um 1500 v. Chr.) am Ende des Jahres befanden. Diese Tage galten als unheilvoll. Eine Erklärung dieser Anschauung teilt Plutarch in der folgenden Sage mit: "Der Gott Set und die Himmelsg"ttin Nut hatten heimlich miteinander verkehrt. Die Sonne aber verfluchte die Nut, daß deren Kinder weder in einem Monat noch in einem Jahr geboren werden sollten. Nut wandte sich an den klugen Thoth um Rat. Dieser spielte mit der Mondgöttin Würfel und gewann ihr von jedem Tag des 360tägigen Jahres den 72. Teil ab, aus dem er 5 Tage bildete, die hinter den 12 Monaten angehängt wurden. Dadurch gewann das Sonnenjahr 5 Tage mehr als das alte Jahr, und das Mondjahr hatte nun 355 statt 360 Tage; was jenem gegeben wurde, mußte dieses verloren haben; und so konnten die fünf nachgeborenen Götter in die Welt eintreten".

Allerdings erkannten die Ägypter (vermutlich in der Mitte des 3. Jt. v. Chr.) daß dieses systematisierte Jahr eine wachsende Abweichung gegenüber dem heliaktischen Aufgang des Sirius (griech.: Sothis) besaß, also gegenüber dem Stern, der (nach längerer Zeit der Unsichtbarkeit) die Nilüberschwemmungen anzeigte. So standen sich das Naturjahr von 365 1/4 Tagen und ein Kalenderjahr von 365 Tagen gegenüber. Diese Abweichung führte nach 4 Jahren zu einer Differenz zwischen Naturjahr und Kalenderjahr von schon 1 Tag, bis beide Kalender nach 1460 Jahren wieder übereinstimmten. Diese Abweichung wurde in pharaonistischer Zeit nie korrigiert, der Versuch der Einführung der Schaltung eines 6. Epagomenentages unter Ptolemaios III. mißlang und selbst nach der endgültigen Reform durch Augustus hielt man in den Tempeln noch lange am alten, ungeschalteten Kalender fest. Wohl die Macht der Priesterschaft verhinderte eine Kalenderreform, so wurden die Könige vor der Krönung gezwungen, einen Eid zu schwören, daß sie nicht versuchen werden Schalttage oder Monate einzuführen oder an dem althergebrachten Jahr von 365 Tagen etwas zu ändern.

Jeder Monat wurde in drei Perioden von je zehn Tagen zerlegt, denen insgesamt 36 Dekane zugeordnet waren. Listen dieser 36 Dekane (Sternbilder, Teile von Sternbildern oder einzelne helle Sterne) gibt es seit etwa 2100 v.Chr. (v.a. auf der Innenseite von Sargdeckeln, später auch an den Decken der Königsgräber). Die Morgensichtbarkeit eines Dekans teilte den Beginn einer neuen 10 Tage Woche mit, ferner konnte man mit Hilfe der Dekane ungefähr die Nachtstunden bestimmen. Genauere Stundenmessungen erlaubten bei Tag Sonnen-, bei Nacht Wasseruhren. Die Berechnung der Skalen für die Innenwand eines zylindrischen, nach unten verjüngten Gefäßes einer Wasseruhr erforderte mathematische Kenntnisse. Ein Fürst und Siegelbewahrer namens Amenemhet (um 1550 v. Chr.) berichtet in einer Inschrift, daß er eine derartige Wasseruhr erstmals berechnet und konstruiert habe. Er schreibt, er habe festgestellt, daß das Verhältnis der Länge der Winternacht zu der Sommernacht wie 14 zu 12 sei und daß die Nachtlänge von Monat zu Monat wechsle. Daraufhin habe er für Amenophis I. (herrschend 1555 - 1534 v. Chr.) eine Wasseruhr gebaut, die durch Berücksichtigung der verschiedenen Länge der Stunden und durch Verwendung nur eines Auslaufes die Stunde für jede Jahreszeit richtig angegeben habe.

Außer den Wasser- und Sonnenuhren besaßen die Ägypter noch die Sternuhren. Ihnen liegt die Erfahrung zugrunde, daß die Bewegung des Sternhimmels sich so regelmäßig vollzieht, daß man aus dem Aufgang und Untergang, besonders aber aus der Zeit des Höchststandes eines Sternes die Stunde der Nacht bestimmen könne.

Über die ägypt. Mathematik geben einige Lehrbücher Auskunft. Die Rechenoperationen sind weitgehend nach den Erfordernissen der Feldvermessung und des Monumentalbaus ausgerichtet. Einfache quadratische Gleichungen konnten sie lösen, ebenso den Inhalt von Flächen und Körpern berechnen. Glanzstück ist die Berechnung des Volumens des Pyramidenstumpfes und des Inhaltes des Kreises, wobei für PI der Wert 3,16 angesetzt wird.

Die Erfassung des Raumes im alten Ägypten

Ob die Ägypter durch Beobachten der Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten die Bahnen dieser Körper festgestellt und versucht haben, den die Erde umgebenden Raum zu gliedern, ist ungewiß. Bei der Sonne unterschieden sie die tägliche Bewegung von der jährlichen, die sie mit den menschlichen Lebensaltern verglichen. Zur Winterwende ist sie ein Kind, zur Frühlingsgleiche Jüngling, zur Sommerwende ein bärtiger Mann und zur Herbstgleiche ein hinfälliger Greis. Der Durchmesser der Sonne wurde mit Hilfe der Wasseruhr gemessen, indem man die während des völligen Auftauchens der Sonnenscheibe über dem Horizont verflossene Zeit mit der während eines ganzen Tages verflossenen verglich. Die meisten Beobachtungen wurden sicherlich im Bereich der Tempel angestellt, wo die genaue Ortung der Altare, Obelisken und Pyramiden die Beobachtung der Auf- und Untergänge und der Mittagsstände erleichterte.

Die fünf Planeten waren bereits im 13. Jh. v. Chr. bekannt. Beim Mars war die Rückläufigkeit festgestellt. Wie Cicero mitteilt, bezeichneten die Ägypter Venus und Merkur als die Begleiter der Sonne. Inwieweit damit eine Umkreisung der Sonne gemeint war, läßt sich nicht ermitteln.

Sternglaube und Sterndeutung im alten Ägypten

Abgesehen von einzelnen Nachrichten sind es vor allem Himmelsbilder, die uns Kenntnisse über das astronomische Interesse der Ägypter aufzeigen. Sie finden sich in den Särgen des frühen Mittleren Reiches (um 2000 v. Chr.) und der Spätzeit (700 v. Chr) sowie an den Decken von "Totentempeln" und Grabkammern des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). Die wichtigsten Elemente dieser Darstellungen sind:

  1. Das Bild der Himmelsgöttin Nut, die sich, meist als Frau gestaltet, über die Erde neigt. An ihrem Leib leuchten die Sterne, ihre Kinder, die sie am Morgen im Westen verschlingt und am Abend aufs neue gebiert (siehe Abb. 2).
  2. Eine Liste der Dekangestirne, die zur Bestimmung der Nachtstunden dienten.
  3. Das Bild des südl. Sternbilds Orion, dessen Einzelsterne z.T. zu den Dekanen gehörten. Er wird als Riese, meist in einer Barke stehend dargestellt.
  4. Zu den Dekangestirnen zählt auch der Sirius, der hellste Fixstern, der mit seinem Frühaufgang im Juli die Überschwemmung des Nils ankündigte und das Ackerbaujahr einleitete.
  5. Die fünf Planeten, die mind. seit ung. 2000 v. Chr. unterschieden wurden. Auch sie werden meist als Götter gebildet, die in Barken den Himmel überfahren.
  6. Die Sternbilder des Nordhimmels. In ihrem Mittelpunkt steht das des Großen Bären. Ursprünglich als Gerät zur Mundöffnung aufgefaßt, erscheint es später als Rinderschenkel, bisweilen personifiziert mit Stierkopf. Die übrigen, z.T. mit ihm verbundenen Bilder lassen sich nicht mehr identifizieren. Die wichtigsten sind: ein Nilpferdweibchen, ein falkenköpfiger, harpunierender Gott, ein Skorpion, ein Krokodil mit gestrecktem und eines mit eingeschlagenem Schwanz, ein Löwe u.a. (siehe Abb. 3).
  7. Neben diesen Sternbildern steht oft noch eine Reihe von Gottheiten, die wohl urspr. Tage des Mondmonats bezeichneten. Zu den 36 Dekanen treten noch Sterngötter mit Phantasienamen. Während die Dekane auf einem bestimmten Gürtel des Himmels beiderseits der Ekliptik gesucht werden müssen und zu den Sternen gehören, "die keine Ermüdung kennen", werden die Circumpolarsterne, zu denen nur ein Teil der abgebildeten Konstellationen zu rechnen ist, als Sterne bezeichnet, "die keinen Untergang kennen".
  8. Erst seit ptol. Zeit (3. Jh. v. Chr.) gehören zu den Himmelsbildern die 12 Figuren des Tierkreises (Zodiakos).
  9. Herr des Himmels ist seit ältester Zeit die Sonne, die als Falkengott Harachte den Himmel in einer Barke überquert, mit der sie nachts durch die Unterwelt wieder nach Osten zurückkehrt. Trotz ihrer zentralen Stellung in der Religion blieb sie außerhalb astronom. Beobachtung; erst aus dem Jahr 610 v. Chr. ist uns eine Sonnenfinsternis überliefert.

Gelehrte und Unterricht im alten Ägypten

Im Alten Ägypten obliegt den Priestern nicht nur die Ausübung des Kultes, sondern auch die Pflege des Wissens und das Ausbildungswesen. Schon der erste Ptolemaios (305 - 283 v.Chr.) hatte in Alexandria die große Bibliothek und das „Museion" gegründet, eine Art Akademie der Wissenschaften, an die er bedeutende Gelehrte und Dichter aus dem griechischen Kulturkreis berief. Die Vorsteher der Bibliothek waren auch Erzieher der Prinzen und Thronfolger. Die Gelehrten, die im Museion lebten, erhielten vom König ein hohes Gehalt, freie Kost und Dienstboten und konnten sich ganz ihren Wissenschaften widmen. Sie beschäftigten sich sowohl mit griechischer Literatur, als auch mit Geschichte, Geographie und besonders mit Naturwissenschaften: Mathematik, Astronomie, Physik und Medizin. Unter dem Einfluß des Aristoteles und seiner Schüler, welche die noch heute verbindlichen strengen Maßstäbe wissenschaftlicher Methode zuerst entwickelt haben, wurden in Alexandria die Grundlagen der meisten heutigen Wissenschaften gelegt.

In der Bibliothek von Alexandria lagerten über 700 000 Manuskripte der größten Gelehrten des Altertums. Darunter befindet sich auch die 30bändige "Geschichte Ägyptens", die der ägyptische Priester Manetho im Auftrag von Ptolemaios I. verfaßt hat. Dieses Werk ist die wichtigste Quelle für die Geschichtswissenschaftler der Antike über die Zeit der Pharaonen.

Im Jahr 47 v. Chr. jedoch gerät die Bibliothek in Brand, als Cäsar seine Herrschaft über die Stadt mit Waffengewalt erzwingt. Dabei gehen die meisten der Manuskripte verloren.

Vor der Erfindung des Buchdrucks existiert zunächst nur je ein Exemplar eines Werkes, von dem dann von Hand Abschriften angefertigt werden. Von Büchern, die für wichtig gehalten und viel gelesen werden, gibt es meist sogar eine ganze Reihe von Kopien, die in verschiedenen Bibliotheken liegen. So wird auch eine Kopie von Manethos bedeutendem Werk, der "Geschichte Ägyptens" gerettet, weil sie in der Bibliothek des Serapistempels in Alexandria aufbewahrt worden ist.

Viele Autoren der klassischen Antike und des frühen Christentums arbeiten mit dem Werk Manethos. Insbesondere die Schriftgelehrten der Urkirche ziehen es immer wieder heran, um die geschichtliche Wahrheit des Alten Testaments zu beweisen. Ihnen verdanken wir, was wir heute noch aus dem Werk Manethos kennen, denn die letzte Abschrift der "Geschichte Ägyptens" verbrennt zusammen mit dem Serapistempel in Alexandria im Jahr 391 n. Chr.

Zum Schluß noch kurz die bedeutendsten Wissenschaftler der ägytischen Geschichte in zeitl. Reihenfolge:

  1. Imhotep (um 2700 v. Chr., er ist der erste namentlich bekannte Mensch, den wir heute als Wissenschaftler bezeichnen würden. Zwei Jahrtausende gab es keinen (bekannten) anderen. Er soll der Architekt der Stufenpyramide von Sakkara gewesen sein.)
  2. Ahmose (um 1650 v.Chr., der Name befindet sich auf einem Papyrus, welche Mitte des 19. Jahrhunderts gefunden wurde, wahrscheinlich war Ahmose der Kopist dieser Schriftstücke. Der Papyrus enthält durchgerechnete mathematische Aufgaben.)
  3. Ktesibios (um 300 v.Chr., er begründete in Alexandria die Tradition der Maschinenbaukunst. So erfand er die Wasserorgel, die Kolbenpunpe und ein Druckluft-Katapult und er verbesserte die Wasseruhr.
  4. Sosigenes (um 100 v.Chr., auf seinen Rat führte Cäsar den Julianischen Kalender in Ägypten ein, er war auch der Meinung, der Merkur bewege sich um die Sonne.)

Desweiteren haben viele uns bekannte griechische und babylonische Wissenschaftler nicht unbedeutende Zeit in Ägypten gelebt und gearbeitet. Zu ihnen gehören u.a. Thales v. Milet (624 - 546 v.Chr.), Pythagoras (580 - 500 v.Chr.), Hekataios (550 - 476 v.Chr.), Demokrit (470 - 380 v.Chr.), Hippokrates (460 - 370 v.Chr.), Platon (427 - 347 v.Chr.) und viele andere.

Es gäbe noch viel zu schreiben über das astronomische Wissen der Ägypter, besonders über Sternglaube und Sterndeutung. Doch für diesmal muß es genug sein. Nicht nur die Ägypter befaßten sich mit Astronomie, auch die Babylonier, die im 3. Teil der Serie ein wenig beleuchtet werden sollen, sind seit langer Zeit an den Naturwissenschaften interessiert.

Autor: Dieter Meyer

 

Literaturhinweise

Asimov I.: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik
Ley W.: Die Himmelskunde
Vercoutter J.: Ägypten - Entdeckung einer alten Welt
Wußing H.: Geschichte d. Naturwissenschaft
Zinner E.: Geschichte der Sternkunde
Lexikon d. Geschichte d. Naturwissenschaft
Schriftenreihe der staatl. Museen zu Berlin (ägyptisches Museum)

Bildnachweise

Abb. 1: v. Littrow: Die Wunder des Himmels, Berlin 1910
Abb. 2 u. 3: Zinner E.: Geschichte der Sternkunde

Letzte Änderung am: Mo 23 Jan 2006 10:27:30 CET - geändert durch: Not Availiable

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