Sonnenfinsternisexpedition in die Türkei erfogreich
Kurzer Erlebnisbericht unserer Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis in der Türkei
Zur diesjährigen Sonnenfinsternis in der Türkei haben sich mehrere Gruppen unserer Aktiven auf den Weg gemacht, um das Ereignis vor Ort zu beobachten. Peter Hamp und Udo Till sowie Dieter Meyer und Max Rössner waren jeweils als eigene Gruppe unterwegs, Claudia und Thomas Winterer, Karl Thurner sowie Thomas Eimüller schlossen sich einer Gruppe der ESO an.
Die ersten beiden Gruppen trafen sich dann am 29. März gegen elf Uhr bei herrlichstem Wetter zum gemeinsamen Beobachten auf einer kleinen Anhöhe etwas nordöstlich von Manavgat (nur einige Kilometer von der Zentrallinie entfernt) mit herrlicher Horizontsicht rundherum und bis hinunter zum Meer. Gemütlich begannen wir zuerst mit dem Aufbau unserer wenigen Geraete; im Gegensatz zur ESO-Gruppe stand bei uns nämlich das Erlebnis und die visuelle Beobachtung der Finsternis gegenüber der Fotografie im Vordergrund, weshalb wir nur ein paar Fotoapparate und eine Videokamera dabei hatten.
Nach einiger Wartezeit begann dann gegen 12:37 die partielle Phase: Auf vier Uhr wurde die Sonnenscheibe erstmals vom Mond angeknabbert und die Spannung stieg langsam. Die nächste gute Stunde verbrachten wir dann mit Warten und gelegentlichen Blicken zu der sich langsam verfinsternden Sonne. Während dieser Zeit hatten wir dann noch ein besonderes Erlebnis: Durch unsere erhöhte Lage hörten wir das Mittagsgebet aus allen Richtungen von mindestens vier verschiedenen Minarretten, was zu einer ganz eigenartigen Stimmung führte, die uns allen eine Gänsehaut verschaffte.
Langsam wurde das Licht um uns herum immer fahler, die Spannung stieg immer weiter und gegen 13:55 war es dann soweit: Das letzte Stückchen Sonne wurde vom Mond verdeckt, schlagartig wurde es dunkel, ringsrum war am Horizont ein rotes Leuchten wie bei Sonnenuntergang zu sehen und Richtung Side sah man es immer wieder glitzern von den vielen Leuten, die dort sinnigerweise mit Blitz die Sonne fotografierten; auch ein Feuerwerk wurde dort abgebrannt. Die Korona war hervorragend und hell zu sehen; sie war deutlich strukturierter als seinerzeit 1999. Nach fast vier Minuten ging die Finsternis dann mit einem wunderschönen Diamantringeffekt zu Ende, bei dem die Korona noch erstaunlich lange zu sehen war.
Nach dem Ende der Totalität waren wir von den Eindrücken erst mal erschlagen und bauten gemütlich unser Equipment wieder ab, um uns dann später in Side noch mit der anderen Gruppe zu treffen und uns gegenseitig kurz unsere Bilder zu zeigen. Und pünktlich einen Tag später fängt es dann an zu regnen...
Insofern war die Sonnenfinsternisexpedition für uns alle sehr erfolgreich; die schönsten Bilder werden wir dann in den nächsten Tagen natürlich hier veröffentlichen. Es lohnt sich also, wieder vorbei zu schauen!







